Eine Geschichte
An dieser Stelle noch eine Geschichte über die Fische die bei uns nur noch als „Unkraut-Fische“ bezeichnet werden. Es handelt sich um Neolamprologus brichardi (Gabelschwanzbuntbarsch, Feenbarsch, Prinzessin von Burundi). Anfangs hatte ich 6 Stück und es war sehr schön anzusehen wie sie sich vermehrten. Die Pflege und Verteidigung des Reviers übernimmt nicht nur das Elternpaar sondern alle anderen Fische der gleichen Art helfen mit. Die Überlebenschance
des Nachwuchses ist dadurch sehr groß. Nach nicht all zulanger Zeit hatte ich fast 20 geschlechtsreife Tiere im Becken. Jetzt waren es schon drei Reviere mit mehreren hundert Jungfischen pro Revier, wenn allein davon je 10 Überleben ist das absolut zu viel. Aber so war es. Und sobald die kleinen so 2 cm groß sind, waren schon wieder neue da. An den Stellen wo die Reviere sind sehen die Steine unansehnlich und veralgt aus. Die anderen Fische fühlten sich sichtlich bedrängt. Der Entschluss stand fest, die Fische
müssen reduziert werden. Das Herausfangen der Fische klappte
erst mal gar nicht, sie versteckten sich zwischen den Steinen und kamen nicht mehr raus. Nun ist mein Becken nicht gerade klein, nach Stunden habe ich einsehen müssen das es nicht möglich ist die Fische ohne Probleme zu fangen. Nach einer Vollreinigung des Beckens setzte ich nur noch 3 Neolamprologus brichardi in mein Aquarium ein. Ich wählte die größten mit den längsten Flossen aus, in der Hoffnung das es alles Männchen sind. Doch schon nach einer Woche musste ich feststellen dass schon wieder Massen an Jungen
Fischen da waren. Nun war ich regelrecht sauer, mit mehren Käschern schaffte ich es die 3 großen Tiere herrauszufangen. Die Jungen überlies ich ihrem Schicksal. Seit dem halte ich nicht mehr viel von diesen Tieren und habe, Gott sei Dank, auch keine mehr. Es ist ja auch so, dass man die Jungtiere nicht mehr los wird, ich hatte schon sämtliche Verwandtschaft und Bekanntschaft mit diesen Tieren versorgt, Zoogeschäfte haben sie mir nur mit Widerwillen abgenommen.
Da sind mir die kleine Tropheus Jungen lieber, erst mal sind es nicht so viel auf einmal und man kann sie mit etwas Mühe rausfangen. Auch die Jungen von Cyprichromis leptosoma (Kärpflingscichlide) und Julidochromis marlieri (Schachbrett-Schlankcichlide) lassen sich recht gut fangen.
|
|

Neolamprologus brichardi
Gabelschwanzbuntbarsch, Feenbarsch,
Prinzessin von Burundi
Aquarien Atlas Band 1/732
|
|

Ein nur wenige Tage alter Tropheus. Die Fische sind von vorn herein eine guten Zentimeter groß, und haben dadurch eine gute Überlebenschance. Tropheus bekommen aber nicht gleich hunderte von Jungtieren wie die Neolamprologus brichardi. Die Kleinen lassen sich meist auch problemlos fangen, um sie in einem separaten Becken aufzuziehen.
|
|