Filter
Ich hatte mein 660 Liter Aquarium mit einem Eheim-Topffilter,
ausgelegt für 1500 Liter Becken, und einem kleineren Außenfilter(für 300 Liter),
ebenfalls von Eheim betrieben. Die Idee dass diese Filter auch für das neue
Aquarium ausreichen würden entpuppte sich schnell als Irrtum. Das Wasser war nach
kürzester Zeit schmutzig, und das war nur das was man auch sah. Die Wasserwerte
waren schon nach wenigen Wochen, und trotz Wasserwechsel katastrophal. Hier
musste was Größeres her. Ein großes Filterbecken unter dem Aquarium ist wohl
die beste Wahl. Auch hier konnte mir niemand so richtig helfen. Die Meinungen
zum Aufbau und auch zur Größe gehen weit auseinander. Da die von mir gewählte
Größe gut funktioniert kann ich dieses auch ohne Bedenken weiterempfehlen. Sie
entspricht ca. 10 Prozent des Aquarieninhaltes. Auch mit dem Aufbau meines
Filters bin ich sehr zufrieden. Mindestens zwei
Kammern für Filtermaterial, eine Kammer für die Technik(Heizung usw.) sowie
eine Klarwasserkammer für die Pumpe sollten vorhanden sein. Das
Wasser sollte aus Sicherheitsgründen von oben in die letzte Kammer laufen, das
verhindert das der Filter bei Verstopfung des Zulauft komplett leer läuft. Als
Filtermaterial benutz man vorzugsweise Filtermatten.
Die Leistung der Pumpe liegt für dieses Aquarium bei 3500 Liter
pro Stunde. Schläuche sind hier nur noch Bedingt einsetzbar. Die beste Lösung
hierfür sind PVC-Rohre. Um die Pumpe nicht in ihrer Leistung zu drosseln
benutze ich gleich 3 Rückläufe aus 16 mm Rohr. Durch die richtige Anordnung im
Aquarium bringt dies außerdem eine gute Zirkulation ins Wasser. Als Sicherheit
gegen zurückfließendes Wasser ist in jedem Rohr kurz unter der Wasseroberfläche
jeweils ein 4 mm Loch, natürlich sitzt auch direkt über der Pumpe noch ein
Rückschlagventil.
Jeder Zu- und Ablauf sollte natürlich mit einem Hahn versehen
werden, nicht nur um im Ernstfall alles abzustellen, sondern auch um die
Durchflussmenge zu regeln. Als zusätzliche Filter benutze ich noch ein kleines
60 Liter Aquarium. Dieses Becken ist hauptsächlich mit Alpha-Marin von Preis-Aquaristik und speziellen Filtermaterialien zum Nitrat- und Phosphatabbau (z.B. NitratEx von JBL) gefüllt. Durch Alpha-Marin wird die Karbonathärte erhöht und es wird ein pH-Wert von 8,0 - 8,2 erreicht.
Eine
kleine Pumpe, die noch gedrosselt wird, hält den Kreislauf mit dem Hauptfilter
in Gange.
|

Das Filterbecken: Der Hahn in der Mitte ist nur zum füllen des
Filterbeckens. Rechts sieht man das Rückschlagventil. Gefüllt ist der
Filter zu größten Teil mit Filtermatten und Tonröllchen die sich in einem Netz
befinden. Im unteren Teil befinden sich Filterbälle aus Plastik. Der linke Hahn drosselt den Zulauf vom Ablaufschacht etwas.
|
|

Hier sieht man das Zusatzbecken, welches als Langsamfilter
dient. Er ist mit speziellen Filtermaterialen zum Abbau von
Nitrat und Phosphat und mit Alpha-Marin von Preis-Aquaristik (im Vordergrund zu sehen) gefüllt. Die Durchflussmenge beträgt weniger als 100 Liter
in der Stunde. Das Becken ist über Schläuche mit dem der Klarwasserkammer des Hauptfilters verbunden.
|
|
|
Hier eine schematische Darstellung der gesamten Filteranlage.
 drücken zum vergrößern
|
|
 drücken zum vergrößern
Eine schematische Darstellung des Filterbeckens. Wichtig ist
das die inneren Scheiben genügend Platz bis zum Boden haben, 3-4 cm sollten es
schon sein, ist der Abstand zu groß kann man später immer noch mit Plexiglas etwas
zukleben. Auch über den inneren Scheiben sollte noch genügend Freiraum sein,
ist der Filter verstopft fließt das Wasser oben rüber bis zur Pumpe.
|
|